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Gedenck-, Stadt- und Huth-Buch
(Chronik der Stadt Feuchtwangen)
Stadtarchiv Feuchtwangen - Archivbücherei I, 6
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Johann Georg Hermann Bärmeyer
Handschrift von 1736 (Abschrift)
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Appendix

Die Stadt Feuchtwangen hatte vor Alters drei Wahrzeichen, von welchen aber jetzt nur noch eines zu sehen ist und dieses nicht mehr ganz, nämlich 1. Dieses ist ein Haus mit glasiertem Dach, 2. eine Mühle ohne Bach, 3. ein Turm ohne Dach. Ersteres ist das Stadt-Landschulhaus, im Kirchhof hinten, weil vor mehreren Jahrhunderten der wirkliche Kirchhof hinten bei den Kirchen. 2. der Joch am Kirchturm ging von unten bis oben aus in einer Mauer und oben zugeführt. 3. Die Rossmühle im alten Spital, welche jetzt eine Scheune ist und dem Spital jetzt gehört.

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Von den Schulrektoren:

Die alten Scholasticos kann man zum Teil unter den Kanonikern finden, deren Würde hinbevor so ansehnlich, als sie dermalen vielen geringe zu sein dünket. Der Evangelischen waren hier folgende: Johannes Rottendörfer 1530, von Hall in Schwaben. M. Johannes Grenner 1536, Leonhard Fützinger, Fwg. 1540, Fridericus Hoepel, von Lichtenfels 1542, Jodocus Braun Fwg. 1544, Georg Kuppelich Fwg. 1545 wurde 1550 Diaconus in Rothenburg, gest. endlich als Pfarrer zu Schweinsdorf. M. Georg Geüt, von Oettingen 1550. M Georg Grenner, des obigen Sohn, 1544. Joh. Baptist Müller 1556, M. Magnus Galli 1559, M. Christoph Grenner 1561, hernach Pastor zu Ostheim 1573.

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M. Johann Hartmann Summer, ein guter Poet, von dem viele Epitaphe in diesem Werk eingerückt sind, 1573. Er nennt sich Neagoraeus oder er war von Neumarkt gebürtig, gest. 1597. M. Christoph Rossius, Onold. 1597. M. Georg Marius, von Schwabach 1600, M. Fried. Sebastian Galli 1606, gest. nach unzählich Male erduldeter schwerer Not 1608. M. Nicolaus Sutorius, von Cadolzburg 1609, M. Michael Jaeger 1613, Thomas Marius 1615, zuvor Infimus zu Schwabach. Georg Meüs König, von Wassertrüdingen, kam aus der Schule von Ansbach hierher 1634. Das folgende Jahr heiratete er des Konrektors in Ansbach, Joh. Stadelmanns Tochter Margaretam. Bei der Hochzeit erschienen den 2. März 1635 der damals allhier kommandierende
1089 kaiserliche Oberstleutnant, Bernhard Stehnizky von Benschau und der Dekan Coeler. Jener änderte dabei mit dieses Zustimmung den Namen des Rektors auf ihn und alle seine Nachkommen ab, in May König. Und musste der Dekan auf des Offiziers Andringen, solches in Instant mit einer Sermon allen anwesenden Gästen intimieren und konfirmieren. Dieser May König aber ging 1643 in die 3. Klasse nach Ansbach. Georg Geiselbrecht, von Weißenburg 1643. Paul Drezel 1652, Andreas Kliphan, von Eger 1653. Johann Matthaes Pachhelbel von Wunsiedel 1709, H. Johann Heinrich Mangold 1710. Cantores oder Praeceptores der anderen Klasse waren
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Michael Wolf Fwg. 1530, Conrad Reytheinz, Vicarius 1536, Jacob Seeberger 1538, Georg Kuppelich 1544, Melchior Kaltenprunner, F. 1546, Jacob Scheuermann F. 1548, Abraham Braun von Weikersdorf 1552, Michael Heyder F. 1550, Michael Hornberger von Brettheim 1559, M. Wolfgang Feldner F. 1561, starb als Pfarrer zu Colmberg 1576. Wolfgang Galli 1562, hernach Stadtschreiber allhier. Johann Tettelbach von Dresden 1565, Hyeronymus Rucker von Creglingen 1568, hierauf Pfarrer zu Frommetsfelden. Georg Jung aus Fwg. 1575.
1091 Georg Bermuth von Ansbach 1577, Pfarrer zur Neunkirchen 1584. Christoph Ludwig Poelmann 1584, E. Ansp. Hofpr. Enkel und Christian, Cantoris daselbst Sohn, gest. mit 27 Jahren 1586, dem diese Grabschrift gemacht worden: "Siquis ab ingenio dignus vel ab arte canendi. Vivere, ta certe dignus Poelmanne Fuchses. Wolff Ganderam, Onold. 1586, Pfarrer in Dentlein 1589. Theodor Braun 1589, Georg Köhnlein 1591, Jonas Eck 1597, Georg Ziegelmüller von Wassertrüdingen 1601, Georg Halbmeister Onold. 1606, Joh. Martin Stephani 1629, Sebastian Hecht 1652.
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Peter Wüstendörfer, vorher Pfarrer zu Diebach, Johann Matthaeus Pachhelbel, Johann Conrad Fischer, H. Johann Christoph Kaufmann, ist zwar nicht Kantor, sondern heißt Praeceptor secundae classis. 1724 verlangt keine bessere Promotion, sons er wohl würdig wäre.

Praeceptores der 3ten Klasse: Gallus Keyserperger aus Wemdingen 1572, Lurentius Kuppelich, Fwg. 1574, darauf Stadtvogt zu Wassertrüdignen. Georg Bermuth von Ansbach 1576, Petrus Hüpsch Fwg. 1577, ward Pfarrer zu Wieseth 1582. Leonhard Bentz 1582. M. Leonhard Bäuerlein pnold. 1584, sofort Diaconus in Unterschwanin-

1093 gen, hernach in Langenzenn, endlich Feldprediger in Ungarn. Theodorus Braun, ein Sohn des Dekans in Gunzenhausen, Jodoci Braun 1587. Matthaeus Feurelius, M. Jo. Feurely, Pf. zu Brettheim Sohn, 1591, ward Diaconus zu Leutershausen 1594, Jonas Eck, des hiesigen Dec. Wolfens Sohn, aus dem Gymnasio von Heilsbronn dazu berufen 1594. Georg Ziegelmüller von Wassertrüdingen 1596, Frieder. Mag, Fwg. 1601, Stephan Beyer Fwg. 1605, Balthasar Feürel von Leutershausen 1610, Vitus Beuelin 1612, Victorius Christophorus Brentzius, des obgedacht getauften Juden Sohn 1619. Johann Martin Stephani Fwg. 1624.
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Georg Eberhard aus dem Infimat zu Kitzingen vertrieben 1629, Joh. Wolfgang Horn, zuvor ein Apotheker 1634. Michael Hornung Fwg., hernach Pf. zu burk, Ernst Friederich Friedlein, Johann Leonhard Weber, H. Paul Ludwig Haber, ist Kantor und hat gegenwärtigen Aufsatz mundiert 1724. Weil man keine vollständige Consignation der deutschen Schuldiener gefunden, so setzt man den dermalig fleißigen H. Joh. Georg Krämer nur zum Beschlusse bei.
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Von den Landpfarrern:

Mosbach

Die evangelischen Geistlichen daselbst waren: Alexander Meybach 1536, lebte gleich von Anfang her im Ehestand. Samuel Vogther 1556, Georg Meder 1584, M. Christoph Hitzler 1587, Martin Dosch 1592, Georg Stang 1607, Michael Baumann von Crailsheim 1617. Mitten in und nach dem 30jährigen Krieg ist solche nur durch Vikarier oder die benachbarte Geistlichkeit vertreten worden, als durch Adam Martin Junius 1631, M. Johann Kuppelich Diac. zu Fwg. 1631.

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Caspar Zinck, Pf. zu Schopfloch 1638, Michael Blümlein 1649, Jo. Georg Zinck 1652, endlich war der Diaconus zu Dinkelsbühl Caspar Zinck wieder Ordinarius 1600, gest. 1664. Lorenz Joseph Frey 1664, Hieronymus Sauler 1674, gest. 1716. Matthaeus Zeiner Pfr. zu Illenschwang 1717, gest. 1730, dem sein Herr Sohn ... Conrad Zeiner succediert 1731.

Larrieden

War vorhin nur eine Filiale von Mosbach, ist ausgezogen 1683 und besetzt worden mit M. Georg Friedrich Volland und 1688 mit Paul Tartur, sonst dem Taufnamen nach Johann und mit dem Zunamen Härtlischka, so lat. Tartar

1097 genommen, einem Böhmen und vormaligen Benediktiner, auch Kaplan bei S. Appolonia zu Freudenberg, der 1734 Kapitelssenior geworden, nachdem er schon 48 Jahre bei uns im Ministerio standhaft ausgehalten hatten, gest. den 3. April 1736.

Schopfloch

Gleichwie das Schlösslein zu Schopfloch hinbevor von uralten hochadeligen Geschlechtern, e. g. der Tanner, Zobel, Stettner, Ellrichshäußer, wo nicht auch der Baronen von Fwg bewohnt worden, so ist kein Zweifel, dass nicht diese Pfarre im Alter sehr weit hinanlaufe, wovon die große Zehentstiftung ein deutlicher Beweis ist. Selbige wurde auch

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bald reformiert und muss vor Alters dem hiesigen Stift, mithin dem hochfürstlichen Haus Brandenburg zugewandt gewesen sein, indem 1562 gnädigste Herrschaft dem Stift befohlen, das alte Pfarrhaus aufzubauen, welches auch dermaßen befolgt worden, dass der Pfarrer jährlich 5 fränk. fl. Baukosten wieder zum Stift heimzahlen sollte. Hieraus ist vermutlich der Ursprung der noch gewöhnlichen Pfarrbaugelder im Lande herzuleiten.

Von evangelischen an Seiten brandenburgischen präsentierten Geistlichen trifft man hierselbst an:

Caspar Ellrichshäußer, welcher 1552

1099 Appoloniam, Conrad Reitheinz Vic. Tochter zur Ehre genommen, beide adelig. Jobst Straß, gest. 1562, Adam Ottenwäldter 1563, Jacob Scheuermann 1567, Georg Fischer 1572 - 87, hernach Pfarrer zu Heimersheim (vielleicht Weimersheim). Joh. Lazarus 1587 kam hierher von der Pf. Illenschwang, gest. 1604. M. Johann Schöner, Pf. zu Untermichelbach, hernach zu Schopfloch 1604, gest. 1609, dessen Substitut Adam Ulrich M. Joh. Baptista Rorbach, kam von Segnitz 1609 den 17. Sept. und gest. 1610 den 6. Mai dessen Vic. M. Vitus Sebaldi. Georg Ziegler 1610, gest. 1634 nach
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der oben beschriebenen erduldeten großen Plünderung. Caspar Zinck 1634, gest. 1649. Nach dessen Ableben waren die Pfarrer Intraden gar gering, weil die Zehendfelder durch den langwierigen Krieg mit Holz angeflogen und das Getreide wegen Mangel der Leute fast nicht zu verkaufen war. Daher Michael Spieß, von Weißenburg, die verledigte Pfarre 1649 zwar erhalten, aber nicht behalten hatte, sondern succedierte e. a. Michael Blümlein. Johann Georg Zinck 1652, des obigen Casparis Sohn. M. Joh. Adam Wend 1664 war von den Exulanten de Wend aus Österreich.
1101 M. Joachim Birkner, 1666, hatte wie sein Vorfahrer Wend und anher die Pfarre Lehengütingen zugleich dabei zu versehen, bis Wend daselbst insonderheit gestanden.

Georg Christoph Oeder von Weißenburg 1676, hatte von 1685 bis 1692 auch die Pfarrei Lehengütingen zu versehen, ward danach Cammerarius, zuletzt Senior primarius Capituli, gest. allhier als Emeritus 1729, nachdem er schon 1716 an seinem 2. Herrn Sohn den durch viele Schriften berühmten Rektor zu Ansbach, Herrn M. Georg Ludwig Oeder, einen Substituten und an seinen ersten, Herrn Johann Georg Oeder, vorhin Feldprediger und Pfarrer zu Oberhöchstätten, einen würdigen Successorum erlangt 1718.

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Lehengütingen

An diesem Ort ist vor Alters eine Kapelle gestanden, wohin viele Wallfahrten geschehen, daraus 1488 eine ewige Messe aufgerichtet und darüber das Lehen oder Jus Patronatus von Johann Wirsing den Herrn Markgrafen Friedrich und Sigmund 1489 und 1494 von der ganzen Gemeinde die dazu gestiftet, übertragen, auch vom Bischof zu Augsburg, wie vorhin in bestimmten Jahren, also 1504 nochmals konfirmiert worden.

Von evangelischen Pfarrern trifft man an: Alexander Rohrbach 1524, Balthasar Hyllenmayer 1527 - 30, davon oben.

1103 Johann Lehlein 1530, kam 1532 in der Sterbezeit als Diaconus nach Feuchtwang. Alexander Meybach 1532, kam nach Mosbach 1536, Michael Lupus oder Wolf 1544, M. Johann Schirmer 1562, Johann Lang 1566, heißt auch Janin oder Janus, auch Vanius. Tobias Schaffer 1572, Wolfgang Braun 1579, M. Philipp Jung 1587, Leonhard Bentzius 1594, Georg Rigler 1602, Jacob Scheuermann 1611, Andreas Schromm 1613, Caspar Zinck 1640, Michael Blümlein 1649, Johann Georg Zinck 1652 (siehe die Pfarrer von Schopfloch)
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M. Johann Adam Wend 1665, Joachim Birckner 1667 (siehe die Pfr. zu Schopfloch). Johann Georg Wünschenmeyer 1678, Georg Christoph Oeder 1685, Herr Johann Christoph Söhner 1692, hat nach anderen Substituten, Herr Christoph Christian Zeiner, jetzt beliebten Diaconum in Dinkelsbühl und Herrn M. Georg Ludwig Wilhelm Trobenius gehabt, welch letzteren er die Pfarrei 1529 resigniert, der aber allbereit wieder zur Pfarrei Flachslanden designiert ist.

Weidelbach

Gleichwie die hohe fraischliche Obrigkeit hochfürstlich brandenburgisch, die Vog-

1105 teiliche Gerichtbarkeit deutschherrlich ist, also sind auch die Kirchengerechtsame geteilt, indem das Patronat besagtem Orden, das Episcopalrecht aber dem durchlauchtigsten Haus Brandenburg Onolzbach gehört. Wann diese Pfarrei auf und wie das Dorf an den Deutschen Orden gekommen, kann man zwar nicht sicher sagen. Doch vermute das letztere sein unter dem C. VII beschriebenen Hochmeister von Feuchtwang gegen das Ende des 13. Jahrhunderts geschehen. Wenigstens hat dieser Ort immer seine genaue Verbindung mit hiesigem Stift auch noch vor der Reformation gehabt. Daher, Eberhard von Ehin-
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gen, Statthalter der Ballei Franken keine Schwierigkeiten gemacht, Adam Conz Wacker, Deutschordens-Hintersasse zu Weidelbach 1521 in einem Wiesenstreit hier belangen und zum Austrag nach Feuchtwang stelle zu lassen. Vogt zu Wildenstein, so damals nach Weidelbach gepfarrt, führte 1538 wieder Jacob Hasel zu Matzenbach zeugen vor hiesigem Kapitel, darauf beide zum Hofgericht nach Ansbach zitiert worden, anders zu geschweigen, so haben diezeitige Pfarrer zu Weidelbach in der oben angemerkten jährlichen Prozession ihre Recognition dem Stift gemacht und dieses hat die Pfar-
1107 rer wohl auch zu Cononicis angenommen und dem Ort aus ihrem Mittel Pfarrer gegeben, wie 1516 mit Wolfgang und 1536 mit Christoph, beide Goldochsen, sich ereignet, da der erste herein, der andere vom Stift hinaus auf die Pfarrei gezogen, nachdem ihn Georg von Gich, Hauskommen. zu Nürnberg dazu rnannt hatte. Ergibt sich also folgendes Pfarrregister: Wolfgang Goldochs bis 1516, Friedrich Link, der mit jenem um sein Fwg. Canon. gewechselt 1516, Christoph Goldochs 1536, gest. 1554. Jeremias Fickel 1554. Evangelisch: Wolfgang Ammon 1566, Elias Bauernschmid 1567.
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Georg Jung 1577, Stanislaus Pastermack 1580, Michael Saltzer 1588, Gotfrid Jaeger 1606, M. Matthaeus Herdan 1608, gest. 1627. Nach diesem kam die bekannte Restitutionszeit, mithin auch 1628 ein kaiserliches Mandat wegen der Pfarrei Weidelbach zum Vorschein, kraft dessen ein römisch katholischer M. Paul Agricola, gewesener Pfarrer zu Wildburg oder Wülferstetten, dahier vom T. Vogt und 2. kathol. aus Dinkelsbühl installiert, derselbe aber 1634, als die Schweden näher rückten, von selbst flüchtig, folglich nach dem alten Fuß von unserer gnädigsten Herr-
1109 schaft die Pfarrei mit einem Evangelischen besetzt worden. Dieser war M. Balthasar Maier, 1632, vorhin Pfarrer zu Untermichelbach. Kaum aber hatten die Kaiserlichen bei Nördlingen gesiegt, so war letzterer wieder vertrieben und ein päpstischer N.N. 1634 eingesetzt. Solcher aber entwich auch wieder 1642 mit Vermelden, er könnte die Weidelbacher nicht katholisch machen.

Hiernach wurde die Pfarrei von den benachbarten Kapitularen versehen, bis nach dem Friedensschluss alles wieder hergestellt, mithin Johann Oettinger, Pfarrer zu Leukershausen, mit Anbruch des Jahres 1651

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in Weidelbach eingesetzt worden. Darauf folgten: Georg Peter Jäger 1653, M. Johann Paul Oettinger 1688, Abraham Döderlein von Weißenburg 1691, hernach Pfarrer zu Königshofen. Herr Johann Basilius Oeder von Weißenburg 1697. Übrigens hat diese Pfarrei noch die 2 Filialkirchen, Bernhardsweiler und Zwernberg.

Wildenstein

Diese Pfarrei ist 1591 auf hochfürstlich gnädigste Vergünstigung von einer Reichsmarschallin und Freifrau von Pappenheim aus der Pfarrei Weidelbach angerichtet und von Joh. Georg Hofer von Lobenstein, 

1111 Hofmarschall und Oberamtmann zu Schwabach nach einem verjährten Stillstand 1666 wieder erneuert worden, so dass Brandenburg Episcopus, die Herrn von Hofer aber Patron sind. Vorhin waren es die von Knöringen als Besitzer dieses Ritterguts gewesen.

Die Pfarrer heißen: Johann Faber 1591, Matthaesu Herdan 1600, Erasmus Preu 1602, Abraham Greiß 1608, Georg Lehman 1612, Johann Christian 1616, Veit Beuerlein 1619, Johann Voltz von Nördlingen 1622, welcher 1628 aus Armut weichen, dagegen Wildenstein sich wieder

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nach Weidelbach halten und gleiches Schicksal mit diesem ausstehen müssen. 

Danach kamen M. Joh. David Pistorius, von Tübingen 1667, Georg Scheinsberger, der aber, weil er das Abendmahl nur zu Nacht in seinem Haus halten und dabei gemein Brot brechen wollte, 1674 wieder fort musste. M. Erhard Pfantz von Augsburg 1674, Georg Meck, ein Conversus, 1678, gest. daselbst 1712.

H. Johannes Obbenrieder 1713, kam 1721 auf die Pfarrei Hausen und von dorther 1734 nach Röckingen als Diaconus.

1113 H. Georg Friedrich Baum 1721, ging 1726 nach Bergen bei Weißenburg. H. Georg Michael Geberer, 1726, von Weißenburg.

Sinbronn

Eine der ältesten Pfarreien dieser Gegenden, von welcher aus den alten Pfarrern bekannt ist: Peter Schirmer 1412. Man liest solches Ort in alten Briefen als des Syabronn. Sie war unter den vor alters das hiesige Stift jährlich besuchenden Pfründen. Seit der Reformation war brandenburgisch in ruhiger Besitzung, unerachtet das Domkapitel zu Augsburg den Pfarr-

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rer besoldet, weil es den Zehnten besitzt. Dinkelsbühl bewegte sich zwar 1597, aber vergebens und im 30jährigen Krieg hat Augsburg de facta eines und anderes versucht. Es ist aber die völlige Wiedererstattung nach dem Westfälischen Frieden geschehen. Daher nachfolgende als hochfürstlich brandenburgische evangelische Pfarrer vorgestellt worden:

Jabus Mader 1539, Blasius Rockner oder Roder 1547 - 58, Thomas Wiesing 1559 - 96, Decanus ruralis 1573, um welche Zeit die Kapitulares 2 Synodos besucht, zu Feuchtwang und zu Symbronn.

1115 Des obigen Vetter succedierte nämlich M. Johann Wiesing 1597 - 16. Dawider zwar Dinkelsbühl protestiert, aber das Domkapitel zu Augsburg sich nicht eingelegt hat. Johann Knebel von Augsburg 1617, vorhin Diaconus zu Ansbach, war anno 1628 in den Kriegstroublen von Augsburg vertrieben und ein päpstischer Christoph Braun dafür eingesetzt, der aber der Schweden Ankunft nicht erwartet, daher Johann Neßer, Pfarrer zu Dentlein, als ein evangelischer 1632 wieder eintreten konnte. Und nach ihm Wolf Pfister, Pfarrer zu Illenschwang 1634, doch hat-
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te es mit diesem nach der Nördlinger Schlacht auch keinen Bestand, sondern von 1634 bis 48 ist die Pfarrei bald von den Karmelitern in Dinkelsbühl, bald von Halsbach, bald von Tannhausen, namentlich 1638 von M. Joh. Hill, Pfarrer zu Halsbach, 1642 von Michael F., Pfarrer zu Tannhausen, versehen. Endlich aber wieder ordentlich vom hochfürstlichen Haus Brandenburg besetzt worden, mit dem vorhin gewesenen Pfarrer zu Illenschwang.

Johann Christoph Lindner, 1649, gest. 1652. Joh. Lorenz Galli 1653, gest. 1676. M. Georg Conrad Galli, fil. 1677, M. Georg Theodor Beck, 1703, gest. als Senior Capituli 1735. H. Johann Jacob Schmeißer 1735.

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Illenschwang

Oben ist ein Canonicus von Illenschwang angeführt, woarus dieser Pfarrei Alter zu erweisen, weil sie ein pur brandenburgisches Lehen, so ist sie nur von den ersten in der Reformation gewesen. Schon 1522 soll sich solche daselbst geäußert haben. Doch sind die ersten evangelischen Pfarrer unbekannt. Die folgenden aber heißen: Johann Lazarus 1560, Joh. Kretzer 1587, David Widemann 1595, M. Wendelinus Coeler 1605, Christoph Wolchendorf 1611, M. Burcardus Lejus 1618, Wolf Pfister aus Österreich 1623, Daniel Fischer 1632, Jo. Christoph Lundner 1635, Jo. Laurentius Galli 1649.

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Joh. Leonhard Helbinger 1670, von Wassertrüdingen. Joh. Friedr. Billing 1692, vorher zu Leutershausen, Matthaes Zeiner 1707 auch zuerst zu Leutershausen. Martin Caspar Brenck 1717, hernach Kaplan zu Roth. H. Johann Leonhard Kiesel, 1722 von Crailsheim.

Frankenhofen

Ist ein Freidorf. Die Fraisch aber praetendieren nebst Ansbach, Württemberg und Oettingen. Die Pfarrei war ehemals eine Filiale und Diakonat von Aufkirchen, wohin noch dato die Hochzeit und Leichen gezogen werden, ungeachtet noch rudera von einem alten Kirchhof zu Frankenhofen sich vorzeigen. Der Deutsche Orden hat das jus nominandi und das hochfürstliche Haus Brandenburg das Episcopalrecht.

1119 Von Pfarrern hielten sich zu hiesigem Kapitel: Jacob Vogelein 1556, Georg Venatorius 1561, Gotfried Jaeger 1598, Balthasar Geiß 1605, Georg Huftlein 1609, Balthasar Harbacher 1618, gest. 1634, hierauf ist dieser Ort nach Sinbronn geschlagen worden. Endlich kam Joachim Wendelin Hoffmann 1649, hernach Pfarrer zu Lohr 1656. Joh. Caspar Hartung 1657, war Pfarrer zu Untermichelbach 1662. Joh. Hek 1662, Joh. Christoph Mögelein 1666. M. Joh. Joachim Pinggieser 1669, von Esslingen. N. Augenstein, von Nürnberg, Abraham Döderlein von Weißenburg
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Joh. David Döderlein 1691. H. Leonhard Adam Roth 1713, von Weißenburg, welcher Mann wegen seiner soliden Studien längst eine bessere Stelle verdient hätte.

Wittelshofen

War in alten Zeiten nebst seinem Filial Dühren, ein Lehen von dem Stift Onolzbach. Gleichwohl kam diese Pfarrei zeitig als eine Filiale unter Aufkirchen. Doch ist solche auch von dieser 1627 mit 200 fl. völlig wieder losgekauft worden, indem dorthin nichts als Hochzeiten und Leichen, sonst aber die Pfarrbesetzung jederzeit völlig dem hochfürstlichen Haus Brandenburg zugehörig gewesen.

1121 Die Pfarrer hießen vor der Reformation: Andreas Wolfhard 1474, Johann Bezold, von Ochsenfurt 1497, Joachim Reulein, 1533, von Bopfingen. Nach der Reformation: Blasius Roder 1544, Johann Bischof 1558 - 1588, Johann Gandram 1588, Philipp Rosa, von Iphofen 1593, Balthasar Kochendörfer 1598, Valentin Erhard Wolfhard 1607, Georg Christoph Seefried 1620, gest. 1635 zu Untermichelbach.

Hierauf war die Pfarrei zu Gerolfingen geschlagen und da selbiger Pfarrer Friedrich Maag, als er nach 

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Wittelshofen ziehen sollen, zu Gerolfingen 1636 gestorben, bekam Wittelshofen Andreas Müntzer, 1637 zu seiner Pfarrei Kemmathen. Dem succedierte als Ordinarius zu Wittelshofen Lorenz Frieß 1651, der anbei Untermichelbach und Gerolfingen zugleich mit zu versehen bekam, gest. 1655. Auf gleichen Fuß succedierte in den 3 Orten: M. Johann Friedrich Notnagel 1655, vorheriger Pfarrer zu Northeim, M. Georg Conrad Gall 1667, Wolf Conrad Schumann 1677, gest. als Senior Kapituli 1730, nachdem er vorher schon seine Pfarrei an seinen Herrn Stiefsohn Johann Daniel Oppenrieder 1720 resigniert hatte.
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Unter- und Obermichelbach

Sind 2 unterschiedene Orte, die vor dem 30jährigen Krieg immer zweierlei Pfarrgemeinden gehabt. Jenes war zu einer Parrei von dem Herrn von Egloffstein 1487 aufgerichtet und das Patronatrecht den beiden Herrn Markgrfen Friedrich und Siegmund übertragen, nachdem sich die Gemeinde mit Pfarrer Christoph Fuchshart zu Aufkirchen, dahin dieser Ort sonst gehörig gewesen, abgefunden hatte. Sie ist ungefähr 1531 reformiert und daselbst 1583 ein neues Pfarrhaus von hochfürstlich gnädigster Herrschaft erbaut worden. Von den Seelsorgern noch bekannt sind:

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Balthasar Hillenmeyer 1563, Andreas Fistulator oder Pfeifer 1560. Sebastian Heller 1569, Ulricus Loeffelhardt 1576, Georg Wachter 1593, M. Johann Schönherr 1603, M. Georg Friederich Oettinger 1605, Christoph Vieweg 1608, M. Georg Faber 1612, Johann Geiger 1615, Victorius Christoph Brentz 1624, M. Balthasar Maier 1631. Nach diesem war dieser Ort beständig zu Obermichelbach als eine Filiale gezogen, welch letzterer Ort vor der Reformation nur eine ins Kloster Auhausen gehörige und daher an hohen Festen durch einen
1125 Mönch versehene Kapelle gehabt, welche 1535 von Herrn Markgrafen Georg, glorwürdigen Angedenkens zu einer Pfarrei erweitert und dato besetzt worden mit: Georg Denderlein 1543 und vielleicht schon 1533. Leonhard Gabler 1549, Johann Bischof 1553, hernach zu Wittelshofen, Thomas Wiesing 1556, kam nach Sinbronn. Johann Büttner 1560, darauf Kemmathen. Benedict Wuniglich 1579, gest. 1615, Ernst Burcard Geltner 1616, hernach zu Oestheim. Caspar Münch 1620, von Kleinlankheim, hernach zu Holzingen bei Weißenburg.
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M. Thomas Junius 1630, von Schwaningen, als der erste Pfarrer zu Ober- und Untermichelbach, gest. zu Dinkelsbühl 1693. Joh. Christoph Lindner 1639, Jo. Caspar Hartung 1602, Christoph Lorenz Schäfer, Johann Balthasar Spieß 1703, gest. 1704, H. Johann Peter Spriegel 1704.

Kemmathen

In Kemmathen verhält es sich wie zu Weidelbach, weil das hochfürstliche Haus Brandenburg die hohe Obrigkeit, so hat es auch den Kirchensatz, doch so, dass der Deutsche Orden dazu eine tüchtige Person gnädigster Herrschaft präsentiert und diese nach erstandenen Examine confirmiert. Von

1127 Evangelische Pfarrer findet man daselbst: Matthias Keller, darauf dieser Pfarrer sehr alt geworden, mithin ungefähr um 1530 daselbst wird eingesetzt worden sein. Georg Wachter 1562, kam nach Röckingen. Johann Salzer 1576 - 79, Johann Büttner 1579 - 90, Georg Büttner, fil. 1590, gest. 1614. M. Georg Faber, des vorigen Tochtermann, Pfarrer zu Untermichelbach 1615 bis 17, verrückte von Kemmathen nach Ansbach als Rektor Gymnasii, war endlich Hofprediger. Georg Stengel 1617, Andreas Münzer 1633, Leonhard Stoer, vorher Pfarrer zu Eckers-
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mühlen 1656, Joh. Hek 1664, H. Christian Friedrich Dreutter, von Nördlingen 1694.

Ammelbruch

Rührt vom Kloster Sulz als ein Lehen her. Diese Pfarrei haben seit der Reformation bedient: Melchior Preiß, Georg Lohr, N.N., Aegidius Bauernfeind 1565, Wolf Löffellad 1593, lebte 31 Jahre allhier. Johann Geiger 1625, aber gest. das erste viertel Jahr. Blasius Engel 1626, Joh. Albrecht Mylius 1634.

1129 Andreas Münzer 1640, hatte dabei Kemmathen, resignierte aber wegen Blindheit beide Pfarreien. Leonhard Stöhr 1656. Johann Balthasar Weber 1662, von Fwg. H. Melchior Wilhelm Graf, von Gunzenhausen 1713, jetzt Pfarrer zu Solnhofen. H. Laurentius Alexander Döderlein, vorheriger Pfarrer zu Mönchsondheim, auch zu Burgsalach 1721.

Wieseth

Das Schlösslein haben die von Stein, danach die Herren von Seckendorff, nebst der Pfarrei Patronat vor Alters inne gehabt. Letzters aber ist von Herrn Martin von Seckendorff, Domherrn zu Bamberg und Eichstätt, hernach im

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letzteren Ort Bischof 1620, dem nur ermelten Hochstift zugewandt, indessen aber von der Reformation hre dato das bischöfliche Recht kraft der hohen Landesobrigkeit an Seiten des hochfürstlichen Hauses Brandenburg ruhig exerziert und diese Pfarrei, welche mit hiesigem Stift ohnehin ihren Nexum gehabt, in das Kapitel gleich von Anfang her gezogen worden, in nachfolgenden Subjectis Georg Straubinger 1558 und vorher war anfangs noch der römischen Kirche zugetan. Sebastian Nuding 1563, Johann Seybold 1564, Georg Herboltsheimer 1572, dieser wurde mit der Kassation bedroht, wo er nicht endlich die Formulam Concordiae unterschrieben hätte. Peter Hübsch 1582, kam nach Königshofen, welche damals nebst
1131 Burk und Beyerberg auch seckendorffisch war, 1620 aber gleiche Fata mit Wieseth erfahren. Georg Köhnlein 1596, Stephan Dögelein 1599, Johann Dösel 1616, Georg Remer 1617, Conrad HOrn war vom Dekanat Fwg. ohne einiges Menschen Protestation investiert Sonntag 2. Trin. 1632, gest. 1661. M. Johann Leonhard Ubel 1662, gest. 1704, Johann Burcard Ubel fil. 1704, gest. 1714, Johann Leonhard Schattner 1715, der aber bald darauf wegen Ehebruch kassiert worden.

Herr Johann Joseph Seyfried 1715 von Fürth. Welche weitläufige Pfarrei noch 2 Kapellen, eine in Wieseth, St. Veit, die andere zu Untermosbach, S. Bernhard, hat. In diese wird F. Trinitatis, in jender Sonntag danach Gottesdienst gehalten.

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Dentlein

Soll anfangs eine Filiale von Ammelbruch gewesen sein. Wenigstens rührte solche Pfarrei als ein Lehen von Kloster Sulz her und ist seit der Reformation pur brandenburgisch. Von Pfarrern trifft man an vor der Reformation: Johann Hiltner 1480, Johann Düdellhorn, gest. 1491. Nach der Reformation: Justus Wirth 1556 und zuvor Hieronymus Herpst 1560, predigte oft seltsam, daher an seine statt kam Jodocus Benz von Jägerndorf hiesiger Vicarius S. Crucis, 1561. Michael Hornberger 1563, Wolfgang Gundermann 1589, Johannes Faber 1590, Georgius Renner 1612.

1133 Elias Willer, ein Vertriebener aus Pfalz-Neuburg 1617, Johann Neser, Praeceptor der anderen Klasse in Ansbach 1623. Sebald Oettinger 1633, ein alumnus von Heilsbronn. Das folgende Jahr ist Dentlein zu Wieseth geschlagen worden, bis solches endlich wieder besonders besetzt worden mit Johann Conrad Stephani 1662,

Johann Bürger von Crailsheim 1670, Christian Friedrich Popp, Ernst Friedrich Friedlein, Johann Adam Winterberger, Nicolaus Friedrich Müller 1699, von Heilsbronn. Herr Johann Ulrich Casimir Eberhard, jetzt Diaconus in Zirndorf 1708. Herr Georg Michael Weber 1722, von Steinhard.

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Dorfgütingen

Hier hatten die Herren von Ehenheim eine Veste oder Schlösslein, deren Rudera vor Jahren noch zu sehen gewesen. Selbige sollen auch zu ihrer Hausandacht, die Kapelle oder das Kirchlein erbaut, nachher aber der Gemeinde geschenkt und diese letztere einen Opferstock an die Landstraße aufgerichtet und damit nach und nach von den vorbei Reisenden an Geld und Getreide so viel gesammelt haben, dass sie davon bis 36 unterschiedene Gültgüter, auch gült- und handlohnbare Lehenleute erkauft und daraus einen Frühmesner bestellt haben. Der Bestätigungsbrief des Bischofs Peter zu Augsburg von anno 1452 ist noch vorhanden und besagt sol-

1135 cher, dass Dorfgütingen als eine Tochter nach Breitenau als der Mutterkirche gehört habe.

Welches aber nur von dem Teil jenseits des Wässerleins, Neidlingen genannt (daher sich die Eheheim auch wohl von Neidlingen geschrieben) zu verstehen ist. Dann das andere Teil, Archshofen genannt, diesseits gegen Feuchtwang liegend, gehörte allezeit zur Pfarrei Feuchtwang. Nach beiden Orten sind auch die Leichen in ihren Anteilen bis 1720 bestattet und in diesem Jahr erst ein eigener Kirchhof von hochfürstlich gnädigster Herrschaft, die vor der Reformation das Patronat, mit der Reformation auch

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das Episcopalrecht exerziert, verstattet worden. Die Reformation geschah hier gar zeitlich, vermutlich 1524, sintemal in diesem Jahr, also noch vor dem Bauernkrieg, der alte Frühmesner Johann Hebeisen, eine Margaretham geheiratet, so aber wegen ihres ärgerlichen Lebens 1528 weggeschafft worden. Dieser Mann ist 26 Jahre blind und vielleicht mehr als 50 Jahre an dieser Pfründe gewesen, denn 1492 hat er die Hirtenpfründe für 4 Stück Vieh, gegen so viel jährliche Laib Brot und Garben bekommen. Er starb 1532 ungefähr. Ihm folgten: Lorenz Wanher 1533, 
1137 Johann Reschmann 1552, von Rothenburg, vormaliger Schulbedienter zu Feuchtwang. M. Georg Grenner, Vicarius zu Fwg., versah diese Pfarrei von Haus aus 1555 - 57, da er als Hofprediger nach Ansbach vociert worden. Abraham Braun, von Wassertrüdingen 1557, hernach Diaconus allhier. Georg Könlein, Rotenb. 1560, Abraham Jung, nannte sich auch Junius, stand von 1576 - 1623, also 49 Jahre.

Caspar Zinck 1624, von Obernbreit, welcher allen seinen Folgern diesen Segen hinterlassen hat. Hanc evangely seriem Christe deinceps

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usque ad judicium continuato tuum.

Johann Rösch 1631, Christoph Lustenau, bekam diese Stelle zur Pfarrei Breitenau 1633. Von 1637 an bis 1653 war sie als ein Vikariat von Feuchtwang aus versehen. Johann Georg Zinck zu Breitenau und hier 1653, Theophilus Gabriel Kretzer 1667, Johann Hieronimus Sauler 1701, Herr Johann Leonhard Hüttner 1710, Pfarrer zu Polsingen, jetzt zu Insingen. Herr Georg Friedrich Dreutter, 1731.

Sulz

Dieses ehemalig Praemonstratenser Frauenkloster ist gestiftet worden,

1139 daraus das Alter der Pfarrei und deren Lehen abzunehmen. Das Filial Dombühl, allwo keine andere als die Leichpredigten gehalten werden, hat sich im 15. Jahrhundert von Sulz absondern wollen. Es ist aber erstlich von Würzburg den 19. März 1435, danach vom Concilia zu Basel, dahin Dombühl appelliert den 2. Dez. e.a. abgewiesen und ein ewiges Stillschweigen auferlegt, dieses Urteil auch vom Kaiser Sigismund den 22. Aug. 1437 bestätigt worden.Nichts desto weniger hatte dieser Ort vom Concilio von Basel ein favorables Rescript 1438 ausgebracht, welches aber den 12. Aug. 1439 durch ein ander Definitiv des Dekans und Kapitels zu Onolzbach,
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auf deren bestes Gutbefinden, das Concilium die Sache limitiert hat, verrichtet und aufgehoben worden. Das Kloster selbst aber hat zeitig den markgräflichen und dafür jährlich einen gewissen Canonem zu erlegen gehabt. Daher es auch zeitig reformiert und nachfolgende Geistlichen zu hiesigem Kapitel gezogen worden. Caspar Vieweg 1556, Augustin Schopf oder Schoppius 1584, M. Wolfgang Starck 1589, Johann Altenberger 1594, Jodocus Mauk 1600, Georg Friedrich Rosa 1600, M. Johann Balthasar Bernhold 1617,
1141 nachmaliger Pfarrer zu Roßtal, endlich Dekanus zu Leutershausen, von welchem mit mehreren in M. Joh. Matthias Großens hinst. Lex evangelische Jubelpriester p. 32 zu lesen. Conrad Horn 1621, M. Johann Caspar Rhorbach 1632 und da dieser wegen Kriegsgefahr wich, wurde zu Sulz von der Pfarrei Brunst aus versehen von Laurent. Galli 1638, Michael Kupff 1642, endlich kamen wieder Ordinarii: Caspar Jaeger 1643, Simon Paul Priester 1647, M. Joh. Dhristoph Schweigger 1673, Praeceptor zu Ansbach.
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Johann Conrad Kern, Diaconus zu Mainbernheim 1677, Johann Georg Hornung 1692, Pfarrer zu Gerabronn. Johann Wolfgang Oehm 1721, Pfarrer zu Seukendorf, H. Joh. Christoph Engelhard 1722, Feldpreidiger, war Hofprediger zu Castell, Heinrich Christian Carl Faber 1725, ... Steber, Rektor zu Wassertrüdingen 1735.

Oestheim

Ist gleichfalls ein Lehen vom Kloster Sulz gewesen. Daher solche Pfarrei dem hochfürstlichen Haus Brandenburg seit der Reformation allein zusteht. Von Pfarrern findet man folgende: Michael Knotter 1520, Erasmus Schütz 1544.

1143 Gregorius Riederer 1552, M. Theodor Vilwart 1569, M. Christoph Kremer 1575, Johann Wunderer 1579, Johann Pfister 1602, Georg Genßer 1609, Ernst Burcard Geltner 1621, M. Johann Ludwig Raab 1641, bekam Oestheim dazu, zuvor Pfarrer zu Lohr. Peter Wüstendörfer 1659, Pfarrer zu Diebach, hatte auch hiesiges Vicariat. Johann Conrad Stephani 1670, vorher Pfarrer in Dentlein. M. Johann Heermann 1683, Peter Friedrich Kranz 1689, Johann Balthasar Straß 1697, Johann Georg Schuler 1699, Johann Georg Windenius, von Straßburg vertriebener Pfarrer
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aus der unteren Pfalz, hernach zu Bibert 1707. Johann Adam Dasdorf, Pfarrer zum Unterickelsheim 1713, H. Johann Georg Schaudig 1734.

Diebach

Die Pfarrei war vor der Reformation gleichfalls Kloster Sulzisch und eben daher ist sein dato pur brandenburgisch. Gleichermaßen hält sichs mit dem Filial Faulenberg, unerachtet die Landes- und Dorfherrschaft hochgräflich Hohehnlohe Schillingsfürstlich ist. 1490 verklagten die 2 Weiler Faulenberg und Neuweiler den Pfarrer zu Diebach, Johann Gaukler, wegen des kleinen Zehenten bei der Äbtis-

1145 sin zu Sulz. Daher die nach so lang verjährt und durch die 2 den Religions- und Westfälischen Frieden bestätigter hochfürstlich brandenburgische Possession, ab Seiten Schillingsfürst 1659 nichtig unternommene Protestation dato entweder von selbsten unterlassen oder so gemeldet worden, dass sie nur die hohenlohische jura politica, die niemand angefochten, ex superfluo und außer der Kirchen salvis et concessis juribus quibuscunque Brand Eccles. reserviert.

Von den Geistlichen haben sich zu hiesigem Kapitel gehalten: Michael Riederer 1556, Paul Praeg 1563, Balthasar Harbacher vic. 1605.

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Johann Albertus Mylius 1614, Johann Wolfgang Küfner 1620, war Pfarrer zu Uffenheim 1637, Franciscus Arzt zu Insingen und hier 1641, gest. 1642. Petrus Wüstendörfer 1643, auch zu Oestheim. Michael Bürger von Fwg. 1659. Johann Bauer, Rektor zu Marktbreit 1660. M. Johann Friedrich Nothnagel, Pfarrer in Wittelshofen 1676, Johann Georg Schuler 1695, Georg Friedrich Beer 1699, H. Georg Samuel Rammelmüller 1709.

Brettheim

Von dasiger Pfarrei Herkunft und steter Incorporation in hiesiges Stift ist

1147 Cap. V nachzuschlagen.

Nichts ist übrig, als nachfolgende evangelische Pfarrer beizufügen. Sebastian Steinmetz, welcher bei 40 Jahren auf der Pfarrei gewesen und 1570 den 12. Dez. gestorben, so muss er ungefähr anno 1530 dahin gekommen sein. Er schrieb sich auch Lapicida und hat anfangs am Papsttum so gehangen, dass er 1542 von son geschrieben, er könne die brandenburgische Kirchenordnung nicht halten, weil es Rothenburg nicht leiden würde. Dieses war aber eine so falsche als unstatthafte Ausflucht (allermaßen Rothenburg es nicht verwehren konnte, auch sich nicht wiedern wollte, da diese Ordnung vorhin

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schon vermutlich 1537 zu Reubach, Diebach, Oestheim eingeführt worden (Ex Mst.) daher Steinmetz entlassen und dem hiesigen Stift bei 200 fl. Strafe einen evangelischen Geistlichen dahin zu ordern auferladen worden. Kaum sah aber Steinmetz den rechten Ernst, als er sich eines besseren besinnen und von dato evangelisch bis an sein Ende gelehrt und gelebt hat. Johann Schopf 1571, M. Johann Feuerlein 1581, Michael Rohrbach 1592, Johann Meichsner 1608, Pfarrer zu Reubach. M. Friedrich Schaller 1624, vorhin Decanus, dessen Sohn
1149 Nicolaus Schaller ihm stubstituiert worden 1633. Wolfgang Firnhaber, vorher Pfarrer zu Hausen 1634, Jacob Mohr, Vic. Reubach 1636 - 1645. Jacob Weinrich Vic. Reubach 1651, Johann Bürger, Pfarrer zu Dentlein, Johann Bernhard Weinrich, Johann Georg Schultheiß, vorher Pfarrer zu Wassermungenau, weiters zu Hausen, endlich zu Brettheim 1720. Andreas Christoph Mayer, vorher Feldprediger, hernach Pfarrer zu Binzwangen, trat hier an 1731, gest. als Kapitelssenion am Schlag auf der Kanzel 1734. H. Bernhard Friedrich Klinger 1734 und ist hier nur wegen Filial Hilgartshausen zu erinnern, dass der hiesige Stiftsverwalter 1624 den daselbstigen Heiligen und Gemeinds-
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Rechnungen laut sicherer Urkunden noch beigewohnt habe.

Reubach

Hat gleichfalls nach Brettheim l.c. seine Weisung bekommen. Restieren noch die evangelischen hier gewesenen Pfarrer: Benedikt Müntzer 1537, lebte in der Ehe und war nach 15jährigen Pfarramt von den herumschweifenden Spaniern 1552 erschossen. Johann Braun 1552, Leonhard Laidenthaler 1556, Wolfgang Watenbach 1563, Johann Faber 1570, Georg Burger 1575, Johann Meichsner 1585, Leonhard Mayer 1608, Caspar Stengel 1613, Friedrich Dintemann 1625,

1151 gest. 1644. Nach dessen Tod war Reubach zur Brettheimer Pfarrei geschlagen, bis auf Johann Leonhard Weinrich, so als ordentlicher Pfarrer hier wieder antrat, Johann Christian Hornung 1660, Diaconus zu Schmalfelden. Johann Michael Buck 1685, David Förster 1691, H. Andreas Weber 1717.

Oberampfrach

Auch wegen dieser Pfarr remittiert man auf 5. Cap. und zeigt hier nur die evangelischen Folgen an: Wolfgang Galli 1524, dieser schrieb folgende Worte in das alte Pfarrregister:

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1524 Doica reminiscere inceperunt cadere Jesolum missae pabtisticae et capterae ceremoniae in ecclesia Ampfrach. Welche Worte man auch wegen des Kirchenzustands in Feuchtwang, in dem er von daher nach Ampfrach gekommen, anzumerken für nötig erachtet. Das Register in Ampfrach schreibt ihm als den ersten Vornamen auch zu Benignus. Ist aber vermutlich kein Tauf-, sondern nur ein mystischer Name, weil er der erste Reformator dieses Ortes gewesen. Man gibt auch vor, dass er zu Ampfrach gestorben 1547, welches aber falsch und zu verstehen ist von Clemens Rotmeyr, der sonder Zweifel ... 1535, da Galli nach Feuchtwang als Stiftsprediger gekommen, succediert und abgeleibet
1153 ist 1547. Jodocus Braun 1567, kam nach Michelbach bei Gerabronn. Christoph Schober 1580, vorher zu Colmberg, gest. 1588. Lazarus Braun, des Jodoci Sohn, Rektor zu Gunzenhausen 1588, gest. 1607. M. Georg Friedrich Oetting, 1608, gest. 1637. Während dessen Pfarramt ist das Amt Ampfrach und Haundorf, welches von dem Freiherrn von Seinsheim an das hochfürstliche Haus Brandenburg 1592 erkauft, im Jahr 1618 zur Vogtei Feuchtwang geschlagen und damit aber vorige lange, lange Streit zwischen beiden Herrschaften
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wegen des Kirchweihschutzes völlig getilgt worden.

Johann Balthasar Kochendörfer bekam die Ober- zur Unterampfracher Pfarrei 1637. Nach dessen Absterben 1646 wurden beide Pfarrer von den 2 Feuchtwanger Diakonen Lorenz Ulrich Könlein und Balthasar Alberti vikariatsweise versehen, bis 1653, denn in diesem Jahr folgte als Ordinarius Georg May König.

Michael Burger, 1610 Pfarrer zu Oestheim, Johann Conrad Stephani. Peter Friedrich Kanz, 1697, Pfarrer zu Oestheim. C. Benedict Martin Hornung 1726.

Unterampfrach

Ist aus Oberampfrach gezogen 1526 auf Bitte des Herrn Carl von Heßberg

1155 und dazu ein Feuchtwanger Kanonikat verwendet worden, jedoch von Oberampfrach allein ansehen nach vikariatsweise versehen worden, bis 1569, dann von da an findet man ordentliche Pastores:

Johann Hauck, von Iphofen 1569, der freiherrliche Georg Ludwig von Seinsheim hatte sich zwar damals angemaßt, einen Pfarrer nach Unterampfrach zu setzen. Dieser aber wurde von dem durchlauchtigsten Herrn Markggrafen Georg Friedrich abgewiesen und Seinsheim von solchen Neuerungen abzustehen entboten. Ex actis. Daraus offenbart sich, dass wenn je eigene Pfarrer a tempore reformationis gewesen, solche von Seiten des hochfürstlichen Hau-

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ses angenommen worden seien. Gleichwohl scheinen nachgehends die Sachen sich so vertragen zu haben, dass Peter Sechs 1586, gest. 1589 und dessen Sohn Marcus Schechs 1589 noch Seinsheim Patronat Pfarrer gewesen. Nachdem im vorigen angemerkten Verkauf wurde auch dieses wie das bischöfliche Recht für brandenburgisch.

Solcher Art waren: Johann Pfister 1597, kam nach Blaufelden 1602. Abraham Manne 1602 aus Tirol, so aus Steiermark vertrieben worden. Andreas Schromm 1611, kam nach Lehengütingen.

1157 Georg Rüchschwerdt 1614, von Markterlbach. Conrad Horn 1619, hernach zu Sulz. Johann Balthasar Kochendörfer 1621, gest. 1645. Sofort war hier ein Vikariat der vorhin bemelter beiden Diakonen zu Feuchtwang. 1653 aber ist diese Pfarrei angewiesen worden.

Georg May König zu Oberampfrach. M. Johann Wilhelm Weiß 1666, dem Wolfgang Dörner 1690 in ea Lorenz Friedrich Weiß adjungiert und als Ordinarius 1691 eingesetzt worden. Hernach Pastor zu Blaufelden. Johann Georg Leopoldi 1707, Pfarrer zu Polsingen.

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Herr M. Johann Nicolaus Benz, Feldprediger 1713, jetzt Diaconus zu Leutershausen, als mit dem wechseln müssen.

M. Franciscus Hermann Beringer, Conversus aus Würzburg gewesener Diakon zu Leutershausen 1716. Johann Leonhard Holfelder 1719, Feldprediger, hernach Pfarrer zu Kattenhochstätt. Johann Georg Wuzer 1723, ein Ungar, Pfarrer zu Nenßlingen. H. Johann Friedrich Herrnbauer, jetzt Pfarrer zu Weidenbach. H. Johann Friedrich Pinngieser 1736, vorher Pfarrer zu Enheim. Die Kapel-

1159 le des Filials Haundorf ist 1516 vom Bischof Johann zu Würzburg geweiht und mit 40 Tagen Ablass versehen worden, dessen sie aber wegen der bald darauf anbrechenden Reformation am wenigsten genutzt.

Breitenau

Das Patronat dieser Pfarrei ist dinkelsbühlisch, welche Stadt selbiges von Oettingen zu Lehen tragen soll. Das Territorium aber und das bischöfliche Recht ist brandenburgisch, welches durchlauchtigste Haus schon lang über 100 Jahre die Einsatzung durch hiesiges Dekanat verrichten auch seit dem ein Malter Dinkel und e. Pfd. Geld von einem

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markgräflichen Bauern zum Haus, einem Weiler, so eine Filialkirche hat, zur Pfarrei dem mit Dinkelsbühl 1621 gemachten Vertrag gemäß wieder abreichen lassen. Von evangelischen Pfarrern trifft man an: Albertus Strohmeyer 1540, Michael Weinberger, dessen Antritt zwar unbekannt, 1555 aber ist im Dezember er an Johann Küesterlein, Pfarrers zu Dinkelsbühl Stelle in diese Reichsstadt vociert, aber 14 Tage hernach, den ... Jan. 1556 um gleicher Ursache wie der erstgenannte, wieder beurlaubt worden, weil beide diejenige, so sich evangelisch nannten und zugleich der Messe
1161 beiwohnten, nicht zum h. Abendmahl annehmen wollten.

Hannß Fürleger blieb da bis 1574. Ludwig Neußbaum 1575, Stephan Drechsel 1579 - 1620. M. Georg Albrecht Hamberger, ein Großvater des hiesigen Dekans und des berühmten Professoris Mattheseos zu Jena, Georg Albrecht Hambergers, war sonst der erste, so hiesiges Kapitel frequentiert, 1621 - 34, in welchem Jahr nach Marktoffingen unter Baldern gekommen. Christoph Lohbauer 1634, wurde 1638 Dekan zu Weimersheim.

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Nach ihm hat der Pfarrer zu Lehengütingen, Breitenau zugleich mit bedient von ... 1638 bis 1640. Caspar Zink, Pfarrer zu Mosbach, Schopfloch und Lehengütingen, vikarierte zugleich auch in Breitenau von 1640 bis 1644.

Johann Martin Stephani, Kantor zu Feuchtwang, versah von Feuchtwang aus eben diese Stelle von 1644 bis 1652, da er die Pfarrei erst bezogen. Doch weil er endlich wegen Alters blind geworden, kehrte er 1670 wieder nach Feuchtwang und starb 1679, nachdem er in Schul- und Kirchendiensten 50 Jahre gelebt

1163 hatte.

Johann Tobias Rosa vikarierte vor den nur gedachten Stephani 9 Jahre und genoss diese Zeit über statt des von jenem noch gezogenen Salarii, ein ansbacher Stipendium, bis er 1679 vollends succediert. Dem sein Sohn H. Johann Michael Rosa 1715 gefolgt.

Zum Beschluss fügt man noch an, dass vor dem 30jährigen Krieg Weiltingen, Veitsweiler, Fürnheim, Lustenau sich auch öfters zu hiesigem Kapitel gehalten haben. Doch viele

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sich selbige, dessen schon über Mannsgedenken entschlagen, so hat man derselben hier so wenig weitläufig gedenken können, als der 2 anderen dem Stift entäußerten Pfarrern, Hausen im Ries und Wiesenbach an der Rothenburger Landwehr. Nur, dass man von der letzten noch zusetzt, wie auf diese damalige Kaplanei Joh. Curr 1530 resigniert und ein Medicus worden, also nach seinem Suzccessore Conrad de Reitheinz, Bernhard Schwarz, vorhin gewesener Dekan in Kloster Wülzburg, 1533 auf diese Pfarrei eingewiesen worden sei.

Erstellt: 23.10.2005 durch Hans Ebert

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